Software AG: Konzernumbau belastet erstes Quartal

Die Software AG muss wegen des kostspieligen Konzernumbaus samt negativer Währungseffekte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Rückgänge hinnehmen. [...]

Mit Umstrukturierungen will sich das Unternehmen unabhängiger vom Datenbank- und Beratungsgeschäft machen. (c) DWP - Fotolia.com
Mit Umstrukturierungen will sich das Unternehmen unabhängiger vom Datenbank- und Beratungsgeschäft machen.

Wie das in Damstadt ansässige Unternehmen heute, Freitag, berichtet, blieben lediglich 30,5 Mio. Euro in den Büchern. Verglichen mit dem Vorjahreswert sind dies 27 Prozent weniger. Netto waren es 18,6 Mio. nach 27,6 Mio. Euro vor Jahresfrist, was einen Rückgang um fast ein Drittel bedeutet. Bei den Erlösen blieben unter dem Strich mit 208,9 Mio. Euro um sieben Prozent weniger übrig.

Mit den umfassenden Umstrukturierungen will sich das Unternehmen unabhängiger machen vom klassischen Datenbank- und Beratungsgeschäft. Ziel ist die Neuorientierung hin zu eigenen Produkten, die den Kunden angeboten werden sollen. „Als reines Software-Produkthaus konzentrieren wir uns auf das eigene Portfolio und erzielen höhere Margen im Vergleich zu Beratungsleistungen für Fremdprodukte“, erklärt Finanzvorstand Arndt Zinnhardt. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen jedoch erst einmal hohe Investitionen getätigt werden.

Zuversicht versprühen die Darmstädter mit dem neuen Geschäftsbereich Business Process Excellence (BPE), in dem die neue Philosophie der Firma abgebildet ist. Währungsbereinigt legte der Umsatz dort um elf Prozent auf 95,3 Mio. Euro zu. Trotz der schwachen Zahlen ist das für CEO Karl-Heinz Streibich kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. „Zunehmend mehr Kunden investieren in innovative Software-Lösungen, um damit die Digitalisierung ihres Geschäfts durch neue Prozessmanagament- und Integrationslösungen voranzutreiben.“

Ziel der Software AG ist die Marktführerschaft im neuen Geschäftssegment. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2014 wurde der gesenkte Ausblick bestätigt. Das BPE-Wachstum soll zwischen zwölf und 18 Prozent betragen, während im Datenbankgeschäft ein Rückgang zwischen neun und 16 Prozent erwartet wird. Operativ rechnet man mit einem Anstieg zwischen zwei und sieben Prozent. Auch die Marge soll nach oben gehen – wie hoch, blieb das Unternehmen jedoch schuldig. An der Börse kommen die Zahlen schlecht an. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (13:09 Uhr) notiert die Aktie mit minus 4,09 Prozent bei 25,90 Euro. (pte)


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