Startschuss für elf neue Research Studios

Die "Research Studios Austria" (RSA) haben sich in der Praxis bewährt. Mit insgesamt zehn Millionen Euro an Förderungen ermöglicht jetzt das Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministerium den Start von elf neuen Forschungseinheiten. [...]

Die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Die FFG ist für die Abwicklung des RSA-Programms zuständig. (c) Petra Spiola
Die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Die FFG ist für die Abwicklung des RSA-Programms zuständig.

„Research Studios sind kleine, flexible Forschungseinheiten, die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung erfolgreich in marktnahe Produkte und Dienstleistungen umsetzen“, sagt Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner. „Wir unterstützen damit den Weg von innovativen Prototypen in Richtung Marktreife.“ Bisher wurden aus dem Programm, das seit 2008 läuft, insgesamt 54 Research Studios gefördert, 14 davon laufen noch. Jetzt kommen elf neue hinzu.
Die Research Studios (RSA) sind Forschungseinheiten, die an bestehenden Hochschul- oder Forschungsinstituten angedockt sind. „Ergebnisse aus der Grundlagenforschung sollen durch Anwendungsforschung ‚fit‘ für den Markt und in weiterer Folge für die Wirtschaft verwendbar gemacht werden“, erläutert Staatssekretär Harald Mahrer. „Die Studios werden dabei von externen Experten im Technologietransfer, bei Management und Marketing intensiv betreut und begleitet.“
Drei der jetzt bewilligten Studios sind im Bereich IKT und Industrie 4.0 angesiedelt, drei im Bereich der Energie- und Umwelttechnologien und fünf im Bereich Biotechnologie. In der Praxis hat sich das Modell der Research Studios bewährt und läuft erfolgreich: So sind bereits eine Reihe von Start-up-Unternehmen aus früheren Research Studios hervorgegangen, wie Texible („intelligente“ Textilien, Prof. Bechtold, Uni Innsbruck), enGenes Biotech (Technologien zur Produktion von rekombinanten Proteinen, Dr. Striedner, BOKU Wien) oder DxC Technology (Umwandlung von CO2 in Rohstoffe für die Industrie, Prof. Lazarova, AIT).
Das Programm Research Studios Austria wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG abgewickelt. FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner erläutern die Rahmenbedingungen: „Die Laufzeit eines RSA-Studios beträgt vier Jahre, die maximale Förderhöhe 1,3 Millionen Euro. Gefördert werden maximal 70 Prozent der veranschlagten Kosten, die Restfinanzierung muss vom Einreicher sichergestellt werden.“ Nach zwei Jahren Projektlaufzeit wird auf Basis einer Zwischenevaluierung über die Fortführung des Studios entschieden.
Alle neu bewilligten Projekte sind unter www.ffg.at/rsa-call5 aufgelistet.


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