Studie: 38 Prozent mehr Produktivität durch Workplace-Modernisierung möglich

IT-Sicherheit und Workplace-Modernisierung zählen zu den wichtigsten Anforderungen an die IT in den kommenden zwei Jahren wenn es um das Thema IT-Arbeitsplätze geht. Unternehmen sollten Investitionen in diesem Bereich nicht zurückstellen. [...]

Die Modernisierung der IT-Arbeitsplätze sollte bei Unternehmen auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. (c) Fotolia/Cortado
Die Modernisierung der IT-Arbeitsplätze sollte bei Unternehmen auf der Prioritätenliste ganz oben stehen.
Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) hat eine aktuelle Untersuchung zum Thema IT-Arbeitsplätze vorgelegt. Nach Einschätzung der befragten IT-Verantwortlichen und Wissensarbeiter aus den Fachbereichen würde sich eine Modernisierung signifikant auf die Produktivität (plus 38 Prozent), die Kosten (minus 26 Prozent) und die Schatten-IT (minus 22 Prozent) auswirken. Eine wichtige Rolle wird dabei Unified Endpoint Management (UEM)-Lösungen zukommen: 45 Prozent der Befragten erwarten sich von diesen Lösungen eine Vereinfachung des Anwender-Supports und der Zugriffsrechte, 41 Prozent niedrigere Kosten, bspw. durch eine Tool-Konsolidierung. Die Marktbefragung wurde im Juni 2016 in 281 Organisationen durchgeführt.
Laut der IDC-Studie hat sich in Bezug auf die IT-Arbeitsplätze aufgrund anderer dringender Themen in den letzten Jahren ein Investitionsstau gebildet, den Unternehmen jetzt verstärkt abbauen wollen. Eine zukunftsweisende Workplace-Strategie soll dabei helfen, die Mitarbeiterproduktivität zu erhöhen, Kosten einzusparen und die Arbeitgebermarke für technologieaffine Young Professionals attraktiver zu machen. Für 35 Prozent der Befragten ist die Modernisierung der IT-Arbeitsplätze das wichtigste Handlungsfeld der kommenden zwei Jahre; nur der IT-Sicherheit wurde mehr Dringlichkeit zugeordnet (55 Prozent). Besonders stark wird die Modernisierung von den Young Professionals der Generation Y gefordert, die ihren „Always on“-Lebensstil auch in ihrem Arbeitsumfeld wiederfinden wollen (46 Prozent).
Enormes Produktivitäts- und Einsparungspotenzial
„Die Art und Weise, wie Wissensarbeiter heute arbeiten wollen ist eine fundamental andere als früher und ist zudem einem stetigen Wandel unterworfen. Ein moderner IT-Arbeitsplatz birgt enormes Produktivitäts- und Einsparungspotenzial. Um dieses Potenzial zu heben, sollten Unternehmen jetzt die dafür nötigen, bislang aber zurückgehaltenen Investitionen freigeben, andernfalls drohen ihnen vor allem im Hinblick auf die digitale Transformation Wettbewerbsnachteile“, so Mark Alexander Schulte, Senior Consultant, IDC.
„Vor allem Digital Natives erwarten für ihre Arbeitsumgebung einen reibungslosen Umgang mit Apps und Geräten, wie sie es privat gewohnt sind. Der heutige Business Consumer möchte zu jeder Zeit und an jedem Ort Zugriff auf die Unternehmens-IT – mit bester Performance und Verfügbarkeit. Zugleich muss die IT angesichts der wachsenden Geräte- und Betriebssystemvielfalt entlastet werden“, so Oliver Bendig, CTO von Matrix42, die die Sudie unterstützt haben.
Angesichts der Ergebnisse empfiehlt IDC, die IT-Arbeitsplatz-Modernisierung voranzutreiben und Investitionen nicht zurück zu stellen. Dabei sollten die Verantwortlichen die Präferenzen der aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter genau im Blick haben, vor allem im Hinblick auf die Young Professionals, die in einigen Jahren den Großteil der Arbeitnehmer stellen werden. Zudem sollten sich die IT-Manager verstärkt auf den Ausbau geräte- und ortsunabhängiger Applikationen und Daten konzentrieren und sich mit den Möglichkeiten eines Unified Workspace Management auseinandersetzen.
Werbung

Mehr Artikel

Schlechte Arbeitsbedingungen schaden Freelancern. (c) pixabay
News

Gig-Economy gefährdet das Wohlbefinden

Die digitale Gig-Economy, in der Freelancer über Vermittlungsplattformen Aufträge finden, boomt weltweit. Doch oft sehr schlechte Arbeitsbedingungen gefährdeten auf Dauer das Wohlbefinden der Auftragsarbeiter, warnt eine aktuelle Studie der Universität Oxford. […]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.