Studie: Unternehmen richten Recruiting-Prozesse auf die Anforderungen von Bewerbern aus

Saba Software, Anbieter mitarbeiterorientierter Talent Management und Recruiting-Lösungen, veröffentlichte heute die Ergebnisse der Studie Recruiting X.0. Im Rahmen der Untersuchung wurden 136 europäische und nordamerikanische Unternehmen zu Entwicklungen und Technologietrends im Recruiting befragt. [...]

„Gerade der traditionell behaftete deutsche Mittelstand ist vorsichtig, wenn es darum geht, altbewährte Recruiting-Praktiken zu überdenken." (c) kantve r- Fotolia
„Gerade der traditionell behaftete deutsche Mittelstand ist vorsichtig, wenn es darum geht, altbewährte Recruiting-Praktiken zu überdenken." (c) kantver - Fotolia

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen zunehmend die Anforderungen ihrer Kandidaten in den Vordergrund des Recruiting-Prozesses stellen. Um ihre Verfahren zur Mitarbeitergewinnung zu verbessern, wollen rund drei Viertel der Befragten verstärkt in moderne Recruiting-Technologien investieren.

Kandidatengewinnung findet zunehmend über soziale Netzwerke statt

Viele Unternehmen setzen weiterhin auf altbekannte digitale Kanäle, um qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben. So gaben 89 bzw. 85 Prozent der Befragten an, ihr Unternehmen nutze Jobbörsen wie Indeed oder die eigene Website zur Kandidatengewinnung. Die Digitalisierung verschiebt diese Trends allerdings eindeutig in Richtung innovativerer Technologien: Der am dritthäufigsten zur Kandidatengewinnung genutzte Kanal sind mit 76 Prozent mittlerweile soziale Netzwerke.

Nur auf Kandidaten abgestimmte Recruiting-Komponenten sind zeitgemäß

Zusätzlich fragte die Studie, was Unternehmen beim Recruiting besonders wichtig ist. Jeweils mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass Reaktionsschnelligkeit und Kandidaten-Engagement bei der Mitarbeitergewinnung am bedeutendsten seien. Dagegen spielt Zeitersparnis für fast die Hälfte der Studienteilnehmer nur eine untergeordnete Rolle bei der Talentgewinnung. Die Kandidatenbedürfnisse stehen für die Mehrheit der Unternehmen also an erster Stelle, während Effizienzüberlegungen zweitranging sind. Das zeigt, dass nur auf Menschen und ihre Anforderungen abgestimmte Recruiting-Verfahren wirklich zeitgemäß sind.

Innovative Technologien, wie z.B. Machine Learning oder künstliche Intelligenz, setzen viele Unternehmen derzeit nur vorsichtig ein. Allerdings erkennen Firmen zunehmend, wie sie moderne Software-Lösungen nutzen können, um einen auf die Bedürfnisse der Kandidaten abgestimmten Recruiting-Prozess durchzuführen. So wollen 74 Prozent der Befragten künftig in Recruiting-Technologien investieren, um ihre Verfahren weiter zu verbessern.

„Gerade der traditionell behaftete deutsche Mittelstand ist vorsichtig, wenn es darum geht, altbewährte Recruiting-Praktiken zu überdenken. Allerdings sehen immer mehr Kunden ein Investment in innovative Recruiting-Technologien als sinnvollen und wichtigen nächsten Schritt zur Optimierung ihres Recruiting“, weiß Peter Wiedemann, CEO Talent Acquisition bei Saba Lumesse.

Künstliche Intelligenz ersetzt keine Menschen, sie unterstützt sie

Neben Technologielösungen wollen Unternehmen künftig vor allem das Kandidaten-Sourcing und die Team-Qualität stärken. Beide Punkte werden jeweils von über 70 Prozent der Befragten genannt und komplettieren somit die Top 3 der Investitionsziele.

Für Recruiter hält die Studie außerdem zwei beruhigende Erkenntnisse bereit. 69 Prozent der Befragten erachten Outsourcing als ungeeignet, um die Recruiting-Prozesse zu verbessern. Auch in Künstlicher Intelligenz (KI) sieht nur jeder siebte Befragte einen Ersatz für menschliche Arbeitskraft. Drei Viertel der Studienteilnehmer nehmen KI hingegen als Unterstützung im Recruiting-Prozess wahr – eine Einschätzung, die auch Christian Förg teilt: „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass erst Menschlichkeit, persönliche Interaktion und das richtige Fingerspitzengefühl es Unternehmen ermöglichen, die geleistete Vorarbeit durch innovative Technologien richtig zu nutzen. Was nutzt das beste Bewerbermanagement-System, wenn der Recruiter kein Gefühl für die Bedürfnisse der Kandidaten oder der Teams hat, für die ein neuer Mitarbeiter gesucht werden soll?“

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