Tesla baut in Südaustralien den größten Akku der Welt

Der für seine Elektroautos bekannte Konzern Tesla wird in Südaustralien den größten Lithium-Ionen-Akku der Welt bauen. Dieser werde "drei Mal so leistungsfähig sein wie sonst etwas auf Erden", so Tesla-Chef Elon Musk. [...]

Speicher für Windfarm soll Stromversorgung in Südaustralien sichern. (c) Tesla.com
Speicher für Windfarm soll Stromversorgung in Südaustralien sichern.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit http://neoen.com - external-link>Neoen durchgeführt, das nahe Jamestown eine Windfarm betreibt. Die Speicherlösung soll helfen, eine stabilere Stromversorgung für den australischen Bundesstaat zu sichern. Geplant ist ein Start noch vor Jahresende – klappt das nicht, wird Tesla gratis liefern.
Akku gegen Stromausfälle
Im September 2016 hatten schwere Stürme zu Infrastrukturschäden geführt und so einen Stromausfall in ganz Südaustralien (1,7 Mio. Einwohner) verursacht. Auch im australischen Sommer 2017 hatte der Staat mit Ausfällen zu kämpfen. Als ein Vorreiter in Sachen Ökostrom will Südaustralien mit netzskaligen Speicherlösungen die Versorgungssicherheit verbessern. Tesla hat nun den Zuschlag bei einer Ausschreibung erhalten und wird ein Powerpack-System mit 100 Megawatt installierter Leistung und 129 Megawattstunden Kapazität installieren.
Musk geht davon aus, dass die Welt das Projekt als Beispiel für eine großskalige Speicherlösung für das Stromnetz sehen wird. Der Tesla-Gründer scheint auf weitere, ähnliche Aufträge zu hoffen. „Ich denke, andere Staaten werden sich das genau ansehen und überlegen, ob das für ihren Bedarf anwendbar ist. Und ich glaube, in den meisten Fällen ist es das“, zitiert ihn „Cnet“. Ob das Projekt wirklich richtungsweisend ist, wird freilich auch von dessen Erfolg abhängen.
Schnell oder sonst gratis
Die Anlage soll mit der zwischengespeicherten Energie einer Neoen-Windfarm die Versorgung von über 30.000 Haushalten sicherstellen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2017 geplant. Für Südaustralien gibt es dabei ein besonderes Zuckerl: Musk hatte im März via Twitter angekündigt, dass das Projekt entweder innerhalb von 100 Tagen nach der endgültigen Vertragsunterzeichnung umgesetzt würde oder gratis sei. Eine Verzögerung würde Musk als „50 Mio. Dollar oder mehr“ kosten, schätzt der Tesla-Chef gegenüber der „ABC“.

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