Gehaltsreport 2020: IT-Branche liegt insgesamt an fünfter Stelle

Immer noch sind es gut ausgebildete Männer in Top-Positionen, die das Gehaltsschema anführen, heißt es im gerade eben von StepStone veröffentlichten Gehaltsreport 2020. Die IT-Branche zählt nicht zu den Spitzenreitern in der Gehaltspyramide. [...]

StepStone Gehaltsreport 2020: Fachkräfte verdienen im Schnitt 44.000 Euro. Top-Verdiener bleiben die Männer. Es gibt einen deutlichen Gender Pay Gap. IT-Gehälter liegen weit über dem Durchschnitt. (c) Pixabay
StepStone Gehaltsreport 2020: Fachkräfte verdienen im Schnitt 44.000 Euro. Top-Verdiener bleiben die Männer. Es gibt einen deutlichen Gender Pay Gap. IT-Gehälter liegen weit über dem Durchschnitt. (c) Pixabay

Obwohl viele Unternehmen für IT-Fachleute sehr hohe Gehälter zahlen, liegt das durchschnittliche Jahresgehalt aller Fachkräfte in der gesamten IT-Branche bei rund 50.000 Euro – das ist aber immerhin höher als das generelle Durchschnittsgehalt von rund 44.000 Euro brutto im Jahr. So viel verdienen österreichische Fachkräfte generell, über alle Branchen hinweg. Mit der Karrierestufe steigt allerdings auch das Gehalt – von ganz unten bis ganz oben sogar um mehr als das Doppelte. So liegt der Verdienst im oberen Management mittlerweile mehr als 100.000 Euro, im mittleren immerhin noch rund 66.000 Euro und im unteren Management noch rund 52.000 Euro pro Jahr brutto.

Pharma-Branche zahlt am besten

Branchensieger sind die Pharmabranche und die Medizintechnik: Rund 56.000 bzw. 55.000 Euro brutto pro Jahr nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier mit nach Hause, gefolgt von Bergbau und Telekommunikations-Branche. Die IT-Branche liegt insgesamt gesehen gemeinsam mit der Energiebranche mit 50.000 Euro gleichauf an fünfter Stelle, während es im Versicherungsbereich 49.000 Euro durchschnittlicher Jahresverdienst sind. Am unteren Ende der Gehaltspyramide liegen Angestellte in der Hotellerie (rund 38.000 Euro jährlich) und in der Textilbranche (rund 32.000 Euro jährlich).

Studienautorin Barbara Oberrauter-Zabransky

„Hier zeigt sich deutlich das Gefälle zwischen Berufen, für die es eine hohe Qualifikation und langjährige Ausbildung braucht, und jenen, die oftmals von Frauen in Teilzeitjobs erledigt werden“, kommentiert Barbara Oberrauter-Zabransky, Studienleiterin bei StepStone Österreich, die Zahlen. „Je höher die Qualifikation, desto besser wird auch bezahlt.“ Frauen sind nach wir vor durchschnittlich schlechter bezahlt, heißt es in der Studie. Sie erhalten durchschnittlich um mehr als 4.000 Euro weniger als Männer pro Jahr (Männer: 46.375 Euro, Frauen: 41.910 Euro brutto Jahresverdienst).

Die Nachfrage nach vermehrt als „systemrelevant“ bezeichneten Berufen schlägt sich nicht zwangsläufig in besseren Gehältern nieder: So zählen die Bereiche Consulting, Management und Immobilien mit je mehr als 50.000 Euro Bruttojahresgehalt zu den bestbezahlten Berufsfeldern, während Berufe wie das Gesundheitswesen und der Einzelhandel (39.000 bzw. 38.000 Euro jährlich) weit abgeschlagen liegen.

IT-Gehälter weit über dem Durchschnitt

Hochgefragt sind jedenfalls IT-Expertinnen und Experten – hier ist der allgegenwärtie Fachkräftemangel spürbar und es werden weitaus höhere Gehälter gezahlt. Spitzenreiter sind hier der IT-Director, etwas erstaunlich der JavaScrip Developer an zweiter Stelle, während an dritter Stelle der AS400 Senior Systems Analyst genannt wird. Hier gibt es tatsächlich kaum noch Experten, die AS400 Know-how besitzen, das hat seinen Preis. Nachvollziehbarer sind der Technology Lead und CTO, hier werden Durchschnitts-Gehälter über 100.000 Euro pro Jahr bezahlt. Generell gilt: IT-Gehälter liegen weit über dem Durchschnittsgehalt. Ein Einstieg in die IT-Branche lohnt daher allemal. Es gilt die einfache Faustregel: Je höher die Ausbildung und Erfahrung, desto höhere Gehälter werden auch bezahlt.

Die Finanz-, die Immobilien- und Banken-Branchen zahlen derzeit die höchsten IT-Gehälter. Spannend ist das West-Ost-Gefälle: Die höchsten durchschnittlichen IT-Gehälter werden in Tirol und Vorarlberg gezahlt, Wien folgt erst an dritter Stelle. (alle Grafiken: StepStone Österreich/BO).


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