Studie: Die Hälfte des Backoffice ist in 10 Jahren automatisiert

Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnten 41 Prozent der Backoffice-Arbeiten von Robotern übernommen werden. Bis ins Jahr 2028 werden es sogar 53 Prozent sein, lautet das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von Arvato und der internationalen Unternehmensberatung A.T. Kearney. [...]

Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden voraussichtlich 41 Prozent der Backoffice-Arbeiten von Robotern übernommen. (c) Shutterstock

„Nach der Produktionswelt werden Roboter nun die Prozesse im Dienstleistungsbereich stark verändern. Robotergesteuerte Prozessautomatisierung von Geschäftsprozessen wird in spätestens zehn Jahren mehr als die Hälfte der Backoffice–Arbeiten übernehmen“, meint Florian Dickgreber, Partner bei A.T. Kearney und Autor einer Untersuchung der Managementberatung zur Roboterisierung von Dienstleistungen.

Gemeinsam mit Arvato hat A.T. Kearney die Auswirkungen von robotergesteuerter Prozessautomatisierung (RPA) auf die Arbeit im Backoffice am Beispiel von Finanzabteilungen analysiert. Die Untersuchung geht der Frage nach, wie RPA dank jüngster Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und konventioneller Data-Analytic-Methoden einen Großteil der Backoffice–Prozesse effizienter als Menschen abwickeln kann. Hierzu befragten die beiden Unternehmen mehr als 20 Technologie-Partner und Marktteilnehmer im Bereich Roboterisierung zu Trends und Entwicklungen.

Die Prognosen: Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden voraussichtlich 41 Prozent der Backoffice–Arbeiten von Robotern übernommen werden können. Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden es sogar 53 Prozent sein.

Enormes Wachstum erwartet

Die Untersuchung rechnet mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von mehr als 50 Prozent, so dass der globale Markt von 140 Millionen US-Dollar im Jahr 2012 und von heute zwei Mrd. Dollar auf fünf Mrd. US-Dollar bis 2020 anschwellen wird. Dieses Wachstum geht zurück auf eine breite Einführung bereits heute bestehender RPA-Lösungen und wird vor allem von neuen Anwendungen künstlicher Intelligenz vorangetrieben. Newcomer im Markt für RPA fordern schon heute Marktführer wie BluePrism oder Automation Anywhere heraus, indem sie die künstliche Intelligenz und die maschinelle Verarbeitung natürlicher Sprachen in RPA-Lösungen einbinden.

Die Automatisierung von strukturierten Geschäftsprozessen bietet dabei Mehrwert für das ganze Unternehmen. Bis 2023 werden robotergesteuerte Prozessautomatisierungen in der Lage sein, mit Hilfe kognitiver Fähigkeiten Entscheidungen zu treffen. In zehn Jahren werden sie sowohl am Front-End wie auch am Back-End auf künstliche Intelligenz zurückgreifen.

Die Vorteile von RPA gehen der Untersuchung zufolge weit über Effizienzsteigerung hinaus: Roboter sind nicht nur 20 Mal schneller als Menschen. Ihre Arbeit lässt sich bei Bedarf skalieren und ist extrem präzise mit einer um zehn Prozent geringeren Fehlerquote gegenüber händisch ausgeführten Arbeiten.

„Eine erfolgreiche Implantierung von RPA-Lösungen verlangt insbesondere eine komplette Analyse und ein Redesign existierender Prozesse“, so Ben Warren, Studienautor und Vice President IT von Arvato. „Des Weiteren ist es wichtig, Automatisierung als ständigen Lern- und Verbesserungsprozess zu begreifen“.

Werbung

Mehr Artikel

Die Kuhn-Gruppe liefert Baumaschinen für alle Anwendungsbereiche
Case-Study

Kuhn-Gruppe modernisiert CRM

Einer der 80 größten Industriebetriebe Österreichs, die Kuhn-Gruppe, hat mithilfe des Wiener CRM-Spezialisten easyconsult ihr CRM-System modernisiert. Die Einzellösungen der verschiedenen Standorte wurden in ein zentrales System konsolidiert. Mit der neuen webbasierten Lösung von Aurea arbeiten die Mitarbeiter nun auf beliebigen Endgeräten on- und offline. […]

News

Globale Auswirkungen von Cryptominern verdoppelt

Check Point, ein Anbieter von Cybersicherheitslösungen, hat seinen „Cyber Attack Trends: 2018 Mid-Year Report” veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass Cyberkriminelle Organisationen aggressiv mithilfe von Cryptomining-Malware angreifen, um illegale Einnahmequellen zu generieren. Unterdessen scheinen sich Cloud-Infrastrukturen zum wachsenden Ziel von Bedrohungsakteuren zu entwickeln. […]

News

Beförderung 2.0: KI zeigt Potenzial von Mitarbeitern

Angestellte könnten künftig nicht nach ihrer Leistung, sondern nach ihrem Zukunftspotenzial beurteilt werden. IBM nutzt hierzu Künstliche Intelligenz (KI) von Watson Analytics, um zu untersuchen, wie sich Erfahrungen und Projekte auf die potenziellen persönlichen Fähigkeiten sowie Qualitäten auswirken. […]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.