Studie: Millennials misstrauen zunehmend ihren Arbeitgebern

Unternehmen können mit ihrem sozialen Engagement nicht ausreichend überzeugen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte Studie. Die Idealvorstellungen der Millennials decken sich nicht mit den wahrgenommenen Unternehmenszielen. Parallel dazu steigt die Bereitschaft zum Jobwechsel. [...]

Selbstbestimmtes Arbeiten gewinnt bei jungen Arbeitnehmern zunehmend an Bedeutung. (c) nastya_gepp/Pixabay
Selbstbestimmtes Arbeiten gewinnt bei jungen Arbeitnehmern zunehmend an Bedeutung. (c) nastya_gepp/Pixabay

Im Zuge einer weltweiten Befragung hat das Beratungsunternehmen Deloitte die aktuelle Stimmungslage unter Millennials und der Generation Z erhoben. Das Ergebnis des großangelegten Studie: Die meisten Unternehmen werden den Ansprüchen der jungen Befragten auf mehreren Ebenen nicht gerecht.

Vertrauen in Unternehmenskultur sinkt

Laut einer aktuellen Trendanalyse von Deloitte wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre soziale Verantwortung ernst zu nehmen. Die Millennials zeigen sich in diesem Punkt aber zunehmend skeptisch. Während 2017 noch 65 Prozent vom ethischen Handeln der Unternehmen überzeugt waren, sind es aktuell nur mehr 48 Prozent. Lediglich 47 Prozent sind außerdem der Meinung, dass Unternehmen einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten.

„Millennials erwarten sich von den Unternehmen, dass soziale Themen eine zentrale Rolle einnehmen. Beim eigenen Arbeitgeber steht aber laut den meisten Befragten die Gewinnmaximierung an erster Stelle“, analysiert Elisa Aichinger, Senior Managerin bei Deloitte Österreich.

Arbeitgeber müssen langfristiger überzeugen

Das zunehmende Misstrauen der Millennials wirkt sich auch auf deren Jobzufriedenheit aus. Insgesamt geben nur 28 Prozent an, über fünf Jahre bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber bleiben zu wollen. 43 Prozent der Befragten wollen ihren Job bereits in den nächsten zwei Jahren wechseln.

„Die Umfrage zeigt: Die meisten Unternehmen können ihre Angestellten nicht langfristig überzeugen. Bezahlung und Karrierechancen sind zwar wichtige Kriterien bei der Jobwahl. Um Mitarbeiter aber dann auch halten zu können, müssen Unternehmen verstärkt auf Diversität von Teams und mehr Flexibilität setzen“, betont Aichinger.

Gig Economy macht Unternehmen Konkurrenz

Selbstbestimmtes Arbeiten gewinnt bei jungen Arbeitnehmern zunehmend an Bedeutung. Von jenen Millennials, die ihren Job in den nächsten zwei Jahren wechseln möchten, sehen 78 Prozent im Konzept der Gig Economy eine attraktive zusätzliche Einnahmequelle neben einer Vollzeitanstellung. 43 Prozent können sich vorstellen, sich vollständig auf das neue Arbeitsmodell einzulassen. Als Hauptargument nennen fast zwei Drittel den finanziellen Anreiz. Flexiblere Arbeitszeiten sind ebenfalls ein häufig genannter Grund.

„In Zeiten des Fachkräftemangels ist das Studienergebnis ein Alarmzeichen für die Unternehmen. Es besteht die Gefahr, viele Talente an die Gig Economy zu verlieren, wenn Unternehmen nicht beginnen, sich diese bewusst zu Nutze zu machen. Den Wünschen der Mitarbeiter nach mehr Flexibilität sollte daher unbedingt nachgekommen werden“, erklärt Anna Nowshad, Senior Managerin bei Deloitte Österreich.

Fehlende Unterstützung im digitalen Wandel

70 Prozent der Millennials rechnen mit großen Veränderungen aufgrund des digitalen Wandels. Das führt bei vielen zu Verunsicherung. 17 Prozent fürchten, dass ihre Jobs durch neue Technologien ersetzt werden könnten. Lediglich 36 Prozent fühlen sich auf künftige Entwicklungen gut vorbereitet.

„82 Prozent wünschen sich On-The-Job-Trainings, um sich in der digitalisierten Welt zurecht zu finden. Der Großteil der befragten Millennials gibt jedoch an, von ihrem Arbeitgeber keine Unterstützung zu erhalten. Um die Mitarbeiter zukunftsfit zu machen, müssen jetzt dringend entsprechende Angebote geschaffen werden“, so Anna Nowshad.

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