Zukunftstechnologien als Gewinner beim START:IP-Finale

Zum Abschluss der Initiative START:IP, ins Leben gerufen vom Universitären Gründerservice INiTS, präsentierten sich am 1. Februar drei Wiener Hightech-Projekte einem ausgewähltem Publikum. Protein-Booster, Netzwerkoptimierer und Alleskönner Lignin werden als Innovationsschätze heimischer Universitäten prämiert. [...]

Die Gewinner von START:IP 2018. (c) INiTS

Nach neun Monaten des Scoutings und Selektierens, einem „Match Making Event“ und der individuellen Betreuung der Projektteams durch INiTS konnten sich drei Projekte für den Closing-Event qualifizieren. Es waren dies mit dem „Protein Booster“ und dem „Alleskönner Lignin“ zwei Projekte aus dem Bereich Biotechnologie sowie dem „Netzwerkoptimierer“ eines aus dem Bereich Informationstechnologie – allesamt Technologien, die für den Wirtschaftsstandort Österreich von großer Bedeutung sind. START:IP versteht sich als als Scouting- und Vermittlungsplattform für Forscher mit bahnbrechende einerseits Erfindungen und Gründerpersönlichkeiten auf der Suche nach pfiffigen Produkten andererseits. Gemeinsam sollen daraus Geschäftsideen für Hightech -Startups entwickelt werden.

Die im Mai des Vorjahres gestartete Initiative START:IP des Universitären Hightech-Inkubators INiTS, bei der über mehrere Monate an Österreichischen Universitäten und Fachhochschulen bahnbrechenden Erfindungen identifiziert wurden, ging mit dem START:IP-Closing-Event, bei dem sich die am weitesten fortgeschrittenen Projekte einem Fachpublikum aus Wissenschaft und Investorenszene präsentierten, gestern zu Ende. Insgesamt vierzehn Technologien wurden bereits im Oktober der Öffentlichkeit im Rahmen eines „Match Making-“ und „Team Building„-Events an der Technischen Universität vorgestellt. Die Erfindungen wurden neben ihrem Innovationsgrad dahingehend ausgewählt, als sie innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens und mit ebenso überschaubarem Investitionsbedarf zur Marktreife gebracht werden sollten. Im Speed-Dating-Verfahren wurden an diesem Tag Wissenschaftler und Gründer zusammengebracht, die schließlich rund drei Monate Zeit hatten, um aus den Erfindungen Produkte bzw. Geschäftsideen zu machen. Dabei bestand auch die Option, die Consultingexpertise von INiTS in Anspruch zu nehmen.

Irene Fialka, CEO von INiTS, begründet die Initiative START:IP damit, dass „wir aus unserer langjährigen Expertise als universitärer Inkubator um die exzellenten Erfindungen wissen, die Jahr um Jahr an den Österreichischen Universitäten und Forschungseinrichtungen geschaffen werden. Wir wissen aber auch, dass für die Kommerzialisierung dieser Erfindungen oft ein entscheidender Erfolgsfaktor fehlt: ein erfahrener Gründer. Oft wollen Forscher einfach Forscher bleiben oder sehen sich außerstande, mit ihrer Erfindung alleine den Gang in die Selbständigkeit zu wagen.“
Am ersten Februar schließlich betraten also drei der vierzehn Projekte das Licht der Öffentlichkeit, um den Projektfortschritt und erste Business Models vorzustellen.

Der „Protein Booster“ als eines dieser Projekte ist ein neuartiges Verfahren zur Qualitäts- und Quantitätsoptimierung bei der Proteinproduktion, wodurch für die chemische Industrie deutliche Produktionsgewinne erzielbar sind.

Auch die Erfindung mit dem Projekttitel „Alleskönner Lignin“ ist eine neuartige Verfahrenstechnologie und ermöglicht völlig neue Anwendungsmöglichkeiten des Holzbausteins Lignin.

Schließlich wurde der „Netzwerkoptimierer“ vorgestellt, eine Methode zur Echtzeitoptimierung des Datenverkehrs in Telekommunikationsnetzwerken. Dieses Projekt gewann auch die Eintrittskarte zum „INiTS Startup Camp“, dem Herzstück des INiTS-Inkubationsprogramms. Die beiden anderen Finalisten wurden übrigens mit Beratungsschecks von REDL Life Sciences Pattent Attorneys und Herbst Kinsky Rechtsanwälte ausgezeichnet.

Projektleiter Markus Pietzka zeigte sich angesichts der hohen Qualität der teilnehmenden Projekte, insbesondere der Finalisten beeindruckt und kündigte nicht nur eine Fortsetzung der Initiative START:IP, sondern seine Ausweitung an. Neben weiteren heimischen wissenschaftlichen Institutionen sollen zukünftig auch Universitäten aus Europa, insbesondere dem zentraleuropäischen Raum angesprochen werden. Somit passt START:IP auch hervorragend zum Vorhaben der Stadt Wien, zu einer der führenden Startup Metropolen aufzusteigen.

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