Übersetzungs-App versteht Zusammenhänge dank neuronalem Netzwerk

Dem Babelfisch einen Schritt näher: Um ganze Sätze in einen besseren Zusammenhang zu bringen, setzt der Google Translator bei der Fremdsprachen-Übersetzung künftig auf ein neuronales, lernfähiges Netzwerk. Auch Deutsch-Übersetzungen werden dadurch deutlich besser. [...]

Google frischt seine Translate-Funktion auf. (c) Google
Google frischt seine Translate-Funktion auf.

Nach Sprachassistenzdiensten greifen lernfähige Maschinen künftig auch der Übersetzer-Software unter die Arme. Wie Google auf seinem Blog ankündigt, nutzt der hauseigene Translator für die Übersetzung von acht Sprachen künftig ein künstliches neuronales Netz, wodurch er Zusammenhänge in Sätzen besser erkennen und übersetzen kann. Bislang wurden Sätze im Translator nach einzelnen Wörtern übersetzt, der Kontext wurde aus vorgegebenen Wahrscheinlichkeiten errechnet. Das neue Google-System übersetzt hingegen gleich den gesamten Satz, schöpft daraus den Kontext und setzt ihn in einen verständlichen grammatikalischen Zusammenhang. Das zugrundeliegende neuronale Netzwerk soll aus den Eingaben seiner Nutzer lernen und in Zukunft natürlichere Übersetzungen bereitstellen können.

Ab heute setzt Google die „Neural Machine Translation“ für die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Japanisch, Koranisch und Türkisch ein, die sich untereinander nach dem neuen Algorithmus übersetzen lassen. Googles selbst erklärtes Ziel ist es, alle in Translate erfassten 103 Sprachen abzudecken. Noch steht er allerdings nicht für alle Plattformen des Unternehmens bereit, zum Start greifen nur die Google Suche, die Translate-App und die Webseite von Google Translate auf das neuronale Netzwerk zu – Direktübersetzungen von Webseiten über Browser-Erweiterungen werden noch nach dem alten Schema übersetzt.

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