US-Marines testen Googles Robo-Hund

Das "Legged Squad Support System" von der Google-Tochter Boston Dynamics dient Soldaten der US-Marines bei einem Manöver als Packesel. [...]

Das Legged Squad Support System (LS3) schleppt Lasten für Soldaten. (c) U.S. Marine Corps - Sgt. Sarah Dietz
Das Legged Squad Support System (LS3) schleppt Lasten für Soldaten.

Im Rahmen des multinationalen Militärmanövers Rim of the Pacific Exercise (RIMPAC) testen die US-Marines derzeit einen von der Google-Tochter http://bostondynamics.com/ - external-link>Boston Dynamics entwickelten Roboter-Hund. Das sogenannte „Legged Squad Support System“ (LS3) dient aber nicht als Kampfhund, sondern als robotischer Packesel. Dieser kann sich im Rahmen der Übungen beispielsweise bei Nachschubmissionen beweisen – sofern er mit dem schwierigen Gelände klarkommt.

Der bislang besser als „AlphaDog“ bekannte Roboter befindet sich seit fünf Jahren in Entwicklung und hat zwei Mio. Dollar gekostet. Im Rahmen der RIMPAC, an der rund 25.000 Personen aus 22 Ländern teilnehmen, muss er sich nun bei Feldtests beweisen. Auf der hawaiianischen Insel Oahu steuern fünf junge Marines das LS3. Dieses ist darauf programmiert, dem Anwender zu folgen und dabei größeren Hindernissen im Gelände auszuweichen. Bislang macht sich der Roboter dabei gut, wenngleich die Tests nicht ganz reibungslos verlaufen.

Der Roboter, der von den Marines den Spitznamen „Cujo“ bekommen hat, dient im Rahmen der Übung zur Versorgung. Er bringt Wasser zu Soldaten in schwierigem Terrain, das Geländefahrzeugen Probleme macht. Dabei bewährt sich das LS3 durchaus. „Ich war überrascht, wie gut es funktioniert“, meint Lance Corporal Brandon Dieckmann, einer der Tester-Marines. „Ich dachte, es würde herumstolpern und den Halt verlieren, aber es hat sich tatsächlich als ziemlich zuverlässig und robust erwiesen.“ Speziell steilere Hänge bereiten dem LS3 aber teils Probleme.

Insgesamt kommt der robotische Packesel mit 70 bis 80 Prozent des Geländes klar, so Dieckmann. „Manchmal fällt er um, aber meistens kann er sich umdrehen und selbst wieder aufstehen.“ Falls das dem Roboter nicht gelingt, sei es aufgrund seiner Bauweise aber für einen einzelnen Nutzer leicht, ihm wieder auf die Beine zu helfen. Allerdings meint der Marine, dass das LS3 mehr Platz für Ausrüstung und auch schwere Waffensysteme bieten sollte.

Der Umgang mit dem robotischen Lastenschlepper ist indes leicht zu lernen, so der Obergefreite Huberth Duarte. Die Steuerung nutzt Joysticks und „fühlt sich an, wie ‚Call of Duty‘ zu spielen“, so der Infanterist. Das ist positives Feedback für Boston Dynamics, das den Roboter-Hund erstmals einer derart harten Übung unterzieht. Für die weitere Entwicklung des LS3 ist es nach Ansicht des Unternehmens von Vorteil, dass echte Marines damit arbeiten und es bis an seine Grenzen beanspruchen. (pte)

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