US-Startups: Börsengang keine lukrative Option

Während der Börsengang hochfliegender Startups wie Uber oder Airbnb in den nächsten Monaten oder Jahren erwartet wird, ist für viele Startup-Unternehmer ein IPO keine Alternative. Das zeigt eine Umfrage von Nasdaq Private Market unter 126 Startup-Gründern und CEOs, während dem South by Southwest Interactive Festival. [...]

US-Startups wollen nicht an die Börse. (c) CC0 Public Domain - pixabay.com
US-Startups wollen nicht an die Börse.

Fast die Hälfte aller befragten Unternehmer und Geschäftsführer (42 Prozent) meinte, dass ihr Unternehmen in absehbarer Zeit auf keinen Fall an die Börse gehen wird. Dies bedeutet einen Anstieg von 62 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. 34 Prozent können sich einen Börsengang vorstellen und nur 24 Prozent der Befragten Unternehmensgründer und CEOs von Startups haben definitiv geplant, den Schritt an die Börse zu wagen. Dabei zeigt sich bei der Umfrage auch ein neues Bild des Startup-Gründers. Dieser fühlt sich seiner unternehmerischen Aufgabe verpflichtet, ohne den unmittelbaren Plan zu verfolgen, so schnell wie möglich Geld durch einen Börsengang zu lukrieren.

Gleichzeitig mit den veröffentlichten Daten kämpft die Nasdaq mit der schwächsten IPO-Aktivität seit der Rezession im Jahre 2008. „Ich glaube, dass sich der IPO-Markt wieder drehen wird“, meint Frank Maturo, Chef der Eigenkapitalmärkte von UBS. „Es ist eine ungewöhnliche und lange Periode in der IPOs aus verschiedensten Gründe nicht vorangetrieben werden.“

Ein Grund sind die nicht erfolgreichen Börsengänge von jungen Tec-Startups in jüngster Vergangenheit. LendingClub oder Etsy verloren nach ihren Börsegängen 60 Prozent und mehr an Marktwert. Andere Startups, die erst kürzlich den Gang an die Börse wagten, wie Shopify oder Square, haben mittlerweile neun respektive sechs Prozent an Wert eingebüßt. (pte)

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