USA: Drei Viertel der User klagen über Handy-Probleme

Wie aus einer Untersuchung des Washingtoner Think Tanks Pew Internet & American Life Project hervorgeht, klagen fast drei Viertel der US-Handybesitzer über zwischenzeitliche Aussetzer und abrupte Gesprächsabbrüche. [...]

(c) Rudolf Felser
Besonders interessant: Bei Smartphones (35 Prozent) treten derartige Störungen anscheinend weitaus öfter auf als bei älteren und günstigeren „Feature Phones“ (28 Prozent), die in der Regel nur über eingeschränkte Webanbindung und Funktionalitäten verfügen.
„Unter einem Feature Phone versteht man ein Handy, das mehr kann als nur Telefonieren und SMS schreiben, aber auch nicht so umfangreich ausgestattet ist wie ein Smartphone“, erklärt Rafaela Möhl, Pressesprecherin beim Online-Tarifberater teltarif, gegenüber der Nachrichtenagentur pressetext. So sei zwar meist ein Internetzugang vorhanden. „Dieser basiert aber nicht auf einem der großen Systeme wie Android oder Windows Phone, sondern auf einer Eigenentwicklung des Herstellers“, erläutert Möhl. Deshalb stünden in diesem Fall auch deutlich weniger Apps zur Verfügung.
Was die Verteilung von Smartphones und Feature Phones betrifft, zeigt sich für den US-Markt ein ausgewogenes Bild. Den aktuellsten Erhebungen von comScore zufolge kommen beide Gerätearten bei rund 50 Prozent der Mobilfunknutzer zum Einsatz. „Genaue Zahlen für Deutschland liegen leider nicht vor. Der Trend geht aber deutlich weg vom Feature Phone hin zum echten Smartphone“, betont Möhl. Entscheidender Faktor hierbei sei die bereits oben angesprochene App-Nutzung, die einen Großteil des Charmes von Smartphones ausmache. „Darauf möchten viele User nicht verzichten“, meint die Expertin.
Für das Feature Phone spricht hingegen ein vergleichsweise niedriger Anschaffungspreis. „Inzwischen gibt es aber auch vollwertige Smartphones bereits für 100 bis 150 Euro, die gerade für Einsteiger ausreichend sind. Der günstigere Preis ist daher nicht zwingend ein Argument für ein Feature Phone“, gibt Möhl zu bedenken.
Neben überraschenden Gesprächsabbrüchen ortet der Bericht von Pew Internet auch zu langsame Datenverbindungen als eines der größten Probleme auf Seite der Handynutzer. Ganze acht von zehn US-Usern geben an, gelegentlich mit Schwierigkeiten bei Downloads und Online-Aktivitäten zu kämpfen. Als ein ähnlich großes Problem wird auch das ungewollte Empfangen von Werbeanrufen oder Textnachrichten („Spam“) gesehen, das für 70 Prozent der US-amerikanischen Handybesitzer ein besonderes Ärgernis darstellt. (pte)

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