User verzichten erst ab drei Mio. Euro auf ihr Smartphone

Australier legen Mobiltelefon nur bei siebenstelliger Entschädigung weg. [...]

Junge Erwachsene am Smartphone: Siebenstellige Entschädigung würde Verzicht erleichtern. © pte
Junge Erwachsene am Smartphone: Siebenstellige Entschädigung würde Verzicht erleichtern. © pte

Kinder und junge Erwachsene würden erst dann gänzlich auf ihr Smartphone verzichten, wenn sie dafür im Gegenzug mindestens drei Mio. Euro als Entschädigung bekämen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von LivePerson.

„Setzt man das Smartphone mit dem Internetzugang gleich, ist es fast unmöglich, darauf zu verzichten“, sagt Psychologe Christian Roth. Für die Erhebung haben die Forscher 4.000 Australier zwischen acht und 34 Jahren zu ihrer Handy-Nutzung befragt. „Was wir in der Studie erkennen, ist, dass das Mobiltelefon zu einer Art Erweiterung des Ichs wird. Die Plattformen und Apps, die es enthält, beanspruchen mehr Zeit als Offline-Interaktionen“, so Riruk Bradbury von LivePerson. Für weniger als drei Mio. Euro würden Australier daher nicht für den Rest ihres Lebens auf ihr geliebtes Device verzichten.

Rund 70 Prozent der Befragten haben zudem angegeben, ihr Smartphone während der Nacht immer nur eine Armlänge entfernt liegen zu haben. 53 Prozent checken ihre Benachrichtigungen sogar, wenn sie kurz aufwachen. Knappe 65 Prozent geben darüber hinaus zu, dass sie ihr Mobiltelefon auch ins Badezimmer mitnehmen, um erreichbar zu bleiben. Eine vorangegangene Studie hat gezeigt, dass Millennials durch ihren anhaltenden Drang, online zu sein, mittlerweile bis zu fünf Stunden am Tag am Handy sind.

Wenige reale Begegnungen
Das Handy hat laut der Forschern auch große Auswirkungen auf das Zusammenleben und Traditionen. So finden es 41,6 Prozent der Befragten in Ordnung, wenn jemand während eines Familienessens mit einer nicht anwesenden Person chattet. 45 Prozent halten die Nutzung ihres Smartphones zudem während einer Schulstunde oder Lesung an der Universität für okay. Dabei kommunizieren junge Erwachsene prozentual gesehen mehr über das Handy mit ihren Freunden und Familienmitgliedern als von Person zu Person.

„In den meisten Berufen nutzt man das Internet und muss gut erreichbar sein. Auch privat ist das Smartphone ein wichtiges Allround-Tool, das viele Funktionen vereint und das Kommunizieren beschleunigt. Nicht online beziehungsweise nicht erreichbar zu sein, grenzt heutzutage sehr stark aus. Im Selbstversuch kann man ja mal versuchen, ohne Smartphone eine Woche auszukommen“, so Roth abschließend.

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