User von mieser Spracherkennung im Auto genervt

Gerade einmal 37 Prozent aller Sprachbefehle werden von eingebauten Freisprechanlagen in Autos richtig erkannt, wie die "Multimedia Quality and Satisfaction Study 2014" von J.D. Power ergeben hat. [...]

Sprachsteuerung: Nützlich oder hinderlich? (c) Minerva Studio - Fotolia.com
Sprachsteuerung: Nützlich oder hinderlich?

Als zweitgrößter Missstand machen die Kunden zudem die Bluetooth-Verbindung aus. Fehlerhafte Technik im Auto bietet zudem Gefahrenpotenzial. „Ursprünglich sind ‚Voice Commands‘ dazu gedacht, dass die Augen des Fahrers auf der Straße bleiben. Treten dann jedoch Fehler auf, ist die Ablenkung enorm. Die Nebenaufgabe des Fahrers wird somit zur Hauptaufgabe. Das Auto ist zu diesem Zeitpunkt praktisch ‚ungesteuert‘ unterwegs“, sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger auf Anfrage des Nachrichtenportals pressetext.

Obwohl die großen Konzerne ständig an der Entwicklung von zuverlässigen Systemen arbeiten, bleiben die eingebauten Systeme für sogenannte „Voice Commands“ bislang der größte Problemfall im Automobil. Ganze 63 Prozent der gegebenen Befehle, 44 Prozent gesprochener Wörter und 31 Prozent geäußerter Nummern werden durchschnittlich missinterpretiert oder gar nicht verstanden.

„Möglicherweise sind junge Leute, die Sprachsteuerung beispielsweise durch Spielkonsolen gewohnt sind, besser darin, dem System verbale Befehle zu geben. Sie beherrschen die Kommunikation mit Geräten besser als ältere Generationen“, fügt Seidenberger zu den Voice-Command-Systemen an.

Laut den Autobesitzern sind Windgeräusche die häufigste Ursache für die gescheiterte Kommunikation. Danach folgen Bluetooth-Probleme. Oftmals funktioniert die automatische Verbindung zum System nicht, oder Navigations- beziehungsweise Mobilgeräte finden keinen Kontakt zum Auto. Dabei versuchten 97 Prozent aller Befragten regelmäßig, ihr Smartphone mit dem Autosystem zu verbinden.

Zwar interessieren sich 70 Prozent der Autobesitzer für eingebaute Systeme, die Voice Commands möglich machen, einen Aufpreis würden sie jedoch nicht zahlen wollen. Befragte man die gleichen Interessenten nämlich mit dem Zusatz, dass solche Systeme 500 Dollar (etwa 380 Euro) kosten würden, reduzierte sich der Wert auf gerade einmal 44 Prozent. (pte)

Werbung


Mehr Artikel

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .