Verbraucher sollten sich 2019 für diese fünf Malware-Trends wappnen

Die Sicherheitsforscher von Avast untersuchen täglich etwa eine Million neue Dateien und verhindern laut eigenen Angaben jeden Monat ca. zwei Milliarden Angriffe weltweit. Aufgrund der Beobachtungen der vergangenen Monate prognostizieren die Forscher fünf Malware-Trends für 2019. [...]

Avast hat seine Malware-Prognosen für das Jahr 2019 bekannt gegeben und zeigt auf, vor welchen Angriffsarten sich Verbraucher in Zukunft schützen müssen. (c) pixabay
Avast hat seine Malware-Prognosen für das Jahr 2019 bekannt gegeben und zeigt auf, vor welchen Angriffsarten sich Verbraucher in Zukunft schützen müssen. (c) pixabay

1. Angriffe auf Router und vernetzte Geräte

Bereits 2018 haben sich Router als einfaches und ergiebiges Angriffsziel für Hacker entpuppt. Dabei konnte nicht nur beobachtet werden, dass sich speziell für Router konzipierte Malware im Lauf des Jahres vermehrt hat, sondern auch, dass die Angriffe zunehmend professioneller und gezielter wurden.

Im kommenden Jahr werden derartige Angriffe und das Hacken von Routern weiter zunehmen. Cyberkriminelle können einen gehackten Router dann beispielsweise nutzen, um Verbrauchern gefährliche Websites anzuzeigen, und so an empfindliche, persönliche Daten gelangen. Auf diese Weise können Cyberkriminelle manipulierte Websites auf Endgeräten anzeigen, die Nutzer beispielsweise auf dem Smartphone dazu anweisen eine gefälschte Banking-App zu installieren.

2. Renaissance der Banking-Trojaner

Banking-Trojaner stehlen seit mehr als einem Jahrzehnt Anmeldedaten und Geld von Bankkonten. Ihnen wurde in den letzten Jahren jedoch weniger Aufmerksamkeit zuteil, da vor allem Ransomware und Kryptomining im Mittelpunkt standen.

Tatsächlich sank die Zahl der Angriffe mit Banking-Trojanern in den letzten Jahren stark, da sich Kriminelle von anderen Strategien mehr Profit erhofften. Das erneute Aufkommen von Trojanern wie Emotet oder Trickbot zeigt aber, dass die Angriffe in voller Stärke zurückkommen. Im Jahr 2019 werden wir eine wahre Renaissance der Banking-Trojaner erleben – nicht nur auf PCs, sondern auch auf mobilen und vielleicht sogar IoT-Geräten.

3. KI im Einsatz bei den Angreifern

2018 konnte, neben der stärkeren Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI), auch das Aufkommen von KI beobachtet werden, die von Hackern für ihre Zwecke missbraucht wird. KI-generierte Malware wurde so unter anderem verwendet, um Sicherheitskontrollen zu umgehen oder Menschen mithilfe von Fake-Inhalten zu täuschen. Beispielsweise gelang es Forschern mithilfe von KI gefälschte Videos von Prominenten oder Politikern zu erzeugen, die auf Zuschauer täuschend echt wirkten. KI konnte von Hackern auch dazu genutzt werden, um die besten Algorithmen zur Erkennung von Schadsoftware auszutricksen und sich Zugang zu geschützten Dateien verschaffen.

Für 2019 wird daher erwartet, dass diese sogenannten DeepAttacks, die KI nutzen, von Cyberkriminellen häufiger eingesetzt werden, um sowohl dem menschlichen Auge als auch intelligenten Sicherheitsprogrammen zu entgehen.

4. Evolution Mobiler Bedrohungen

Bekannte Taktiken wie Werbespam, Phishing und Betrüger-Apps werden 2019 weiter zunehmen und die Bedrohungslandschaft mobiler Endgeräte dominieren. Bereits 2018 hat die Anzahl von gefälschten Apps, die über Kanäle wie Google Play verfügbar sind, beständig zugenommen, sodass die Avast-Sicherheitsforscher selbst in offiziellen Kanälen Bedrohungen ausmachen und melden konnten.

Besonders gefährlich für Verbraucher sind hierbei Betrüger-Apps, die sich kaum von den Originalen unterscheiden und so für Nutzer nur schwer erkennbar sind. Aufgrund der Entwicklung 2018 muss davon ausgegangen werden, dass diese Bedrohungen weiter zunehmen und noch besser getarnt auftauchen werden.

5. Smart-Home und vernetzte Geräte

Vernetzte Geräte rückten schon früh ins Visier von Hackern und Cyberkriminellen, um damit Botnetze aufzubauen und somit groß angelegte Angriffe zu starten. In den kommenden Jahren wird der Trend zu vernetzten Geräten noch ausgeprägter sein, sodass es schwierig wird, Geräte oder Unterhaltungselektronik zu kaufen, die nicht vernetzt ist.

Vor allem seit dem Durchbruch von Smart-Home-Geräten findet sich für Cyberkriminelle hier ein weites Feld an möglichen Angriffspunkten, um in Heimnetzwerke einzudringen. Hersteller, die an der Sicherheit ihrer Produkte sparen, verstärken zudem den Fokus von Hackern auf vernetzte Geräte. Ein Smart-Home ist immer nur so sicher, wie sein schwächstes Glied. Vor allem in Hinblick auf die künftige Weiterentwicklung von IoT-Malware, gilt es bei vernetzten Geräten auf eine gute Sicherheitssoftware und ausreichenden Schutz zu achten.

„Die zunehmende Verbreitung von vernetzten Geräten und Smart-Home-Anwendungen bietet Hackern neue Angriffsflächen. Aufgrund der oftmals geringen Sicherheitsvorkehrungen haben Cyberkriminelle hier ein leichtes Spiel. Angreifer werden immer trickreicher und ihre Strategien für den Verbraucher schwerer zu durchschauen“, konstatiert Thomas Wespel, Geschäftsführer von Avast Deutschland. „Um Hackern zuvorzukommen, benötigen Verbraucher Sicherheitsprodukte mit aktuellstem Schutz. Durch umsichtiges Verhalten und eine vernünftige Cyberhygiene können Nutzer dafür sorgen, dass sie kein leichtes Ziel für Kriminelle werden und sich so vor Angriffe schützen.“

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