Virtuelle Währung BitCoin: Das muss man wissen

Was sind Bitcoins? Wie werden sie eingesetzt? Wie kann man Bitcoins erwerben? Viele Fragen, hier sind die Antworten. [...]

So hat sich Bitcoin entwickelt. (c) bitcomcharts.com
So hat sich Bitcoin entwickelt.

Aktuell geht das Thema Ransomware durch alle Medien. Dies dank der WannaCry-Attacke, die in 150 Ländern über 200’000 Rechner befiel. Die Cyberkriminellen verschlüsselten die Daten ihrer Opfer und forderten 300 Dollar für die Wiederherstellung ebenjener. Dieses Lösegeld forderten sie in Form von Bitcoins. Diese virtuelle Währung ist in Österreich noch nicht so bekannt und hat, gerade wegen solcher Vorkommnisse, auch eher einen zweifelhaften Ruf. Aber auch seriöse Unternehmen setzen zum Teil bereits auf Bitcoins. Wir haben die wichtigsten Fragen für Sie geklärt.

Was ist ein Bitcoin?
Unter Bitcoin versteht man ein weltweites, dezentrales und digitales Zahlungssystem und der Name der digitalen Währung. Im Unterschied zu herkömmlichen Währungen und Zahlungssystemen, werden Bitcoin-Zahlungen mittels dezentralem Peer-to-Peer-Netzwerk getätigt, die ohne zentrale Abwicklungsstelle (Bank) funktionieren.

Woher stammen Bitcoins?
Das ist bisher umstritten. Der Bitcoin-Gründer versteckt sich hinter dem alias Satoshi Nakamoto. Der Australier Craig Wright behauptete in Gesprächen mit dem britischen TV-Sender BBC, eben jener Nakamoto zu sein. Als Beweis soll er angeblich einen kryptographischen Schlüssel vorgelegt haben, der aus der Entwicklungszeit der Bitcoins stammt. Als gesichert gilt diese Behauptung jedoch nicht.

Wie funktionieren Bitcoins?
Im Hintergrund des Systems arbeitet ein Buchungssystem namens Blockchain. Dieses speichert jede Transaktion, die über das Bitcoinnetzwerk getätigt wurde. So wird es jedem Computer ermöglicht, die Gültigkeit einer Transaktion zu prüfen. Diese sind durch eine digitale Signatur und die Adresse der Absenders gesichert.

Wie und wo erhält man Bitcoins?
Es gibt eine Reihe virtueller Bitcoin-Wechselstuben, in denen man Bitcoins erwerben kann. Bezahlen lassen sich diese via Kreditkarte, PayPal und mit anderen Zahlungsmethoden. Die anfallenden Gebühren sind dabei unterschiedlich.
Sind Bitcoins anonym?
Nein. Bitcoin schützt die Privatsphäre aller beteiligten Parteien im Transaktionsprozess. Gänzlich anonym überweisen oder empfangen lassen sich Bitcoins aber nicht
Wie funktioniert das Bezahlen mit Bitcoins?
Sehr einfach – nach dem Herunterladen einer Wallet-Anwendung (PC oder Smartphone), gibt man die Empfängeradresse und den Betrag in Bitcoins ein und tippt auf Senden. Wenn der Empfänger bekannt ist, kann sogar ein von der App generierter QR-Code eingescannt werden, sodass das Eintippen von Empfängerdaten entfällt. Auch wenn zwei Smartphones mittels NFC-Technologie verbunden werden, kann eine Bitcoin-Überweisung erfolgen.

Was sind Vor- und Nachteile von Bitcoins?
Vorteile:

  • Man kann von überall und zu jeder Zeit ohne Verzögerungen Geld überweisen – in Echtzeit, ohne Bearbeitungsdauer.
  • Niedrige Gebühren: Meist sind Bitcoin-Zahlungen nicht mit zusätzlichen Gebühren verbunden – oder nur mit extrem geringen, da die Überweisung keiner Drittpartei (Bank, Post) bedarf.
  • Käuferschutz: Bei Bitcoin-Überweisungen werden keine empfindlichen oder persönlichen Daten des Käufers mitgesendet. So wird Identitätsdiebstählen vorgebeugt.
  • Keine zentrale Stelle hat die Kontrolle über Bitcoin.

Nachteile:

  • Geringe Akzeptanz: Bitcoin ist noch weitgehend unbekannt. Entsprechend wenige Unternehmer akzeptieren Bitcoin daher als Zahlungsmethode oder Währung.
  • Volatilität: Aufgrund der geringen Anzahl Geschäften die Bitcoin verwenden, können bereits kleine Ereignisse grosse Auswirkung auf den Wert von Bitcoins haben. So hat Bitcoin anfangs Januar von einem Tag auf den Anderen 20 Prozent an Wert verloren.

* Der Autor Florian Bodoky ist Redakteur von PCTIPP.

Twitter: choose like or share
LinkedIn: choose like or share
Google+ choose like or share
https://computerwelt.at/news/virtuelle-wahrung-bitcoin-das-muss-man-wissen/
RSS
Email
SOCIALICON

Mehr Artikel

Der Schlangenroboter kriecht dank Krigiami-Oberfläche.
News

Kriechender Schlangenroboter schafft 20 km/h

Schlangen und Kirigami, die japanische Papierschneidekunst, waren die Vorbilder für eine neuen geländegängigen Roboter. Wenn sich der Schlangenroboter streckt, verwandelt sich seine flache Kirigami-Oberfläche in eine 3D-Struktur, die sich wie eine Schlangenhaut an den Untergrund klammert und vorschiebt, ohne nach hinten wegzurutschen. […]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*