Vodafone: Brennstoffzellen für Mobilfunkmasten in Schwellenländern

Vodafone setzt in Schwellenländern auf Brennstoffzellen für die Stromversorgung von Funk-Basisstationen. Denn diese sind eine vergleichsweise saubere, zuverlässige Lösung, so Lee Andrew Jones, Senior Manager Infrastructure and Energy. [...]

(c) lagom - Fotolia.com

Immerhin ist angesichts unzuverlässiger Stromnetze eine Vor-Ort-Stromversorgung oft unverzichtbar. Der Dieselgenerator ist aber nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch ein verlockendes Ziel für Diebe. In Südafrika bewährt sich der Brennstoffzellen-Ansatz laut Jones schon seit Jahren.

Der Konzern hat nach eigenen Angaben 122 Mio. Kunden in Emerging Markets, deren mobiler Datenverbrauch sich im Laufe eines Jahres verdoppelt hat. Entsprechend wichtig sind zuverlässige Mobilfunknetze. Doch während eine Netzanbindung Jones zufolge eigentlich die günstigste Variante wäre, bleibt sie aufgrund unzuverlässiger und schlecht ausgebauter Netze unpraktikabel. Für die Stromerzeugung direkt bei einer Sendeanlage, erweisen sich laut dem Vodafone-Manager Brennstoffzellen oft als gute Variante, auch und gerade in dichter besiedelten Gebieten.

Die klassische Lösung, der Dieselgenerator, ist ein Luftverschmutzer und zudem laut. Solarzellen wiederum sind aufgrund ihres Platzbedarfs für den urbanen Raum nur bedingt geeignet. „Brennstoffzellen dagegen sind weitgehend frei von schädlichen Emissionen, da sie alternative Brennstoffe wie Wasserstoff, Methanol oder sogar Wasser nutzen“, schreibt Jones. Dabei brauchen sie keine besonders große Stellfläche, sind also auch in Städten gut nutzbar. Dort ist ein weiterer Vorteil, dass Brennstoffzellen deutlich leiser sind als Dieselgeneratoren.

Letztere haben zudem das Problem, dass sie zum Spritklau anregen. Mit anderen Brennstoffen fangen potenziellen Diebe dagegen deutlich weniger an als mit dem gängigen Fahrzeug-Triebstoff Diesel. Die südafrikanische Tochter Vodacom nutzt daher schon seit acht Jahren Wasserstoff-Brennstoffzellen an mittlerweile über 200 Standorten. Mittlerweile gibt es auch Versuche mit anderen Zelltypen. Allerdings betont Jones, dass eine Stromversorgung von Basisstationen nur mit erneuerbaren Energien vor Ort oft zu teuer kommt. In der Praxis sei eine intelligente Kombination zweier Energiequellen meist ideal. (pte)


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