Was bedeutet die Documentum-Übernahme durch OpenText?

Seit Bekanntgabe der Übernahme von Documentum durch OpenText kursieren im Markt teils stark spekulative Prognosen und Meinungen. Thomas Kleiner, Geschäftsführer des Open-Text-Partners iXenso, rät zu einer differenzierten Betrachtungsweise. [...]

Thomas Kleiner
Thomas Kleiner

Rund 1,6 Milliarden US-Dollar ist dem kanadischen Softwareunternehmen OpenText die Enterprise-Content-Sparte von Dell-EMC wert. Doch was bedeutet die Akquisition tatsächlich für den ECM-Markt sowie Anwender und Kunden?
Thomas Kleiner, CEO des Freiburger ECM- und DMS-Spezialisten iXenso, mit rund 100 Mitarbeitern einer der führenden OpenText-Partner in Europa, warnt vor allzu schnellen Schlüssen und rät zu einer differenzierteren Betrachtungsweise:
„Viele Statements und Prognosen, die teils schon wenige Stunden nach Bekanntgabe der Akquisition veröffentlicht wurde, greifen aus unserer Sicht deutlich zu kurz. Denn es entsteht weder ein wildes, kaum noch durchschaubares Produkt-Wirrwarr, noch wird OpenText durch Documentum nun auf einen Schlag zum unangefochtenen Leader im ECM-/EIM-Segment. Und „übernommene“ Kunden stehen angesichts großer (und sehr großer) Wettbewerber gerade im Cloud- und SaaS-Umfeld auch keinesfalls vollkommen alternativ los da. Übersehen wird generell völlig, dass Übernahmen wie diese im Sinne des kontinuierlichen Ausbaus einer strategischen EIM-Plattform betrachtet werden sollten – ein Ziel, das von OpenText-CEO Mark Barrenechea auch in der Vergangenheit immer wieder klar betont wurde und seit Jahren konsequent verfolgt wird. Und genau hierzu kann es sich mittel- bis langfristig als äußerst sinnvoll erweisen, durch gezielte Zukäufe Marktpotenzial in bislang durch OpenText eher spärlich besetzten Segmenten zu erschließen.“

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