Wenn Computerprogramme über den Bewerbungserfolg entscheiden!

Wie gehen Personaler vor, um sich durch die Berge von eingesandten Unterlagen vorzuarbeiten? Die meisten Großunternehmen setzen heute auf die Hilfe von Applicant Tracking Systems (ATS). [...]

Applicant Tracking Systems haben große Bedeutung für den Bewerberprozess. (c) jobswype
Applicant Tracking Systems haben große Bedeutung für den Bewerberprozess.

Hinter dem Begriff ATS verstecken sich verschiedene Softwarelösungen, die den Unternehmen, vereinfacht gesagt, die Administration aller eingegangenen Bewerbungen erleichtern. Vollautomatisch werden eingehende Schreiben registriert und abgespeichert, automatisierte Antwortschreiben ausgeschickt. Auch eine erste Vorauswahl geeigneter Kandidaten übernehmen ATS.
Das heißt, über den Bewerbungserfolg entscheidet im ersten Schritt eine Maschine. Wenn man die große Anzahl von Bewerbungen bedenkt, die für jede Top-Stelle eingehen, erscheint es logisch, dass deren Bearbeitung ohne technische Hilfe viel länger dauert und damit auch den Bewerbungsprozess verzögern würde. Bewerber warten sicher nicht monatelang auf die Antwort auf eine Bewerbung, sondern wollen so schnell wie möglich wissen, wie Ihre Chancen stehen.
 
„Jobsuchende sollten daher immer beachten, dass ATS, ähnlich wie Suchmaschinen, nach diversen Keywords in den eingereichten Unterlagen suchen, die Aufschluss über Fähigkeiten und Qualifikationen geben. Es gilt also Keywords schon im Text des Inserates zu identifizieren und in den Bewerbungsunterlagen zu verwenden.“, so der Tipp von Christian Erhart, Geschäftsführer der europaweit tätigen Jobsuchmaschine Jobswype.
 
Viele Bilder, Logos oder ausgefallene Schriftarten  verwirren die Software – besser klassisch bleiben. Selbiges gilt übrigens auch für Formulierungen – eine Software kann, im Gegensatz zu einem Personaler, nicht erkennen, ob sich dahinter nicht doch die gesuchte Qualifizierung befindet. Menschenaugen können andererseits leichte Rechtschreibfehler übersehen, eine Maschine aber nicht.
 
Eine vorhandene Qualifikation kann dann auch wegen eines Tippfehlers nicht erkannt und bewertet werden. Es könnte den Jobsuchenden die Einladung zum Vorstellungsgespräch kosten.
*Der Autor Christian Erhart ist Geschäftsführer von Jobswype.

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