Zero-Day-Lücke in Adobe Flash gefährdet Windows-Nutzer

Laut Trend Micro greift eine neue Zero-Day-Sicherheitslücke "Adobe Flash" an, betroffen sind fast alle Windows-Nutzer, die die Browser Firefox und Internet Explorer nutzen. [...]

Gefährliche Lücke in Adobe Flash (c) Africa Studio - Fotolia.com
Gefährliche Lücke in Adobe Flash

Die Bedrohungsforscher Trend Micros haben in den vergangenen Tagen schadhafte SWF-Dateien untersucht, die vom Angler-Exploit-Kit genutzt werden. Sie sind demselben Zero-Day-Exploit zuzurechnen, der bereits bekannt ist, stammen nach Meinung der Trend Micro-Forscher jedoch aus einer anderen Infektionskette. Seit gestern konnte ein deutlicher Anstieg in der Aktivität des Schadsoftware-Servers verzeichnet werden.

Angreifer können dadurch Code auf Windows-Rechnern ausführen und Malware installieren, ohne dass die Anwender es bemerken. Noch gibt es den Angaben zufolge keinen Patch für die Schadsoftware.
 
Die von Trend Micro entdeckten Angriffe nutzen Banner-Werbung („malvertisements“) zur Verbreitung der Schadsoftware. Anwender droht Gefahr auch auf vertrauenswürdigen Websites, denn die Angriffe betreffen gezielt die Server von Drittanbietern, die Anzeigen auf legitimen und beliebten Websites bereitstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Sicherheitslücke von einem Exploit-Kit verwendet wird – einem Werkzeug, das Cyber-Kriminelle an andere Cyber-Kriminelle verkaufen, so dass diese auch Angriffe durchführen können. Im vorliegenden Fall handelt es sich um das „Angler-Exploit-Kit“.
 
Die wichtigsten Dinge, die Anwender laut Trend Micro jetzt tun sollten, sind:

  • Sie sollten ihren Rechner und ihre Programme auf dem aktuellen Stand halten.
  • Sie sollten eine ausgereifte, umfangreiche Sicherheitslösung einsetzen.
  • Sie sollten den Adobe Flash Player deaktivieren. Wer dies nicht tun kann, sollte Werbe-Blocker-Software oder -Erweiterungen herunterladen.

 
Da es sich um eine Zero-Day-Sicherheitslücke handelt, ist der erste der gerade aufgeführten Schritte nicht ausreichend. Trend Micro wartet zum jetzigen Zeitpunkt noch auf einen Patch von Adobe. Sobald Adobe einen Patch veröffentlicht, sollten Anwender diesen so schnell wie möglich installieren.
 
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es den Security-Experten zufolge keinen Hinweis darauf, dass die Angreifer auch Adobe Flash auf anderen Plattformen wie Mac oder Android im Visier haben. Dennoch sollten Nutzer dieser Plattformen sicherstellen, dass sie Sicherheits-Software installiert haben und sie sollten Patches von Adobe so schnell wie möglich installieren.
 
Detaillierte technische Informationen zu der Sicherheitslücke sind http://blog.trendmicro.de/flash-geht-mit-einem-zero-day-ins-neue-jahr/ - external-link>im deutschsprachigen Trend Micro-Blog abrufbar. (pi)

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