Zukunft der Verkabelungsstechnik

Die Firmen PSIBER und NEXANS erlaubten am 9. Oktober 2013 bei einem Seminar in den Räumlichkeiten der KSI Wien einen Blick in die Zukunft der Verkabelungsstechnik. [...]

Die Firmen PSIBER und NEXANS erlaubten einen Blick in die Zukunft der Verkabelungsstechnik. (c) ktsdesign - Fotolia.com
Die Firmen PSIBER und NEXANS erlaubten einen Blick in die Zukunft der Verkabelungsstechnik.

Die Unternehmen PSIBER und NEXANS kamen am 9. Oktober im Rahmen einer Road-Show, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz abgehalten wird, auch nach Wien. Es gab Neues über den Stand der Netzwerk-Verkabelung zu berichten. Rund 50 interessierte Planer, Endkunden und Installateure lauschten den Ausführungen der Vortragenden.

MESSGERÄT DER (NAHEN) ZUKUNFT
Messtechniker lieben es, wenn ein „PASS“ angezeigt wird. Jedes „FAIL“ dagegen senkt üblicherweise die Stimmung und erhöht dafür im Gegenzug den Blutdruck. Bedeutet ein „FAIL“ doch, dass es mühsam und aufwändig werden kann, den entsprechenden Fehler zu suchen. Da wäre es doch Klasse, wenn ein Messgerät in seinem Display anzeigen würde, welche Fehlermöglichkeiten denkbar sind und wo der Fehler zu suchen ist.

Dieses Szenario ist gar nicht so unmöglich, wie es auf den ersten Blick scheint. Mit der Rechenleistung, die in heutigen Messgeräten eingebaut sind, kommen solche Wünsche in greifbare Nähe. Es könnte dann heißen: „Nach 12 Metern ein Knick im Kabel, oder die erste Buchse ist schlecht aufgelegt“.

NEUER ETHERNET-STANDARD
Anlässlich der Steigerungsraten im Datenverkehr und dem Bandbreitenhunger der modernen Rechenzentren haben sich alle internationalen Normungsgremien auf den 40Gigabit-Ethernet-Standard geworfen. Es soll der Standard für TP-Kupferverkabelung (40GBase-T) festgelegt werden, wobei die amerikanischen und die internationalen Gremien derzeit nicht unbedingt an einem Strang ziehen.

Klar ist jedoch für alle Beteiligten, dass es ungeschirmt nicht weiter geht. Der Komponentenstandard „Kategorie 7 und 7A“ wurde von den Europäern in der ISO/IEC und der CENELEC (EN) kreiert. Es ist somit nicht verwunderlich, dass man das nicht wirklich auf sich sitzen lassen kann und somit wird nun in Amerika eine Kategorie 8 in Angriff genommen.

Das was momentan an der Category 8 in der amerikanischen TIA erarbeitet wird, weist darauf hin, dass es weniger performant ist als die ISO Kategorie 7A. Damit es aber spannend wird, redet man von zukünftigen Kabel-Typen, die für 1600MHz oder gar 2000MHz geeignet sein sollen.

Jeder Verkabelungs-Messtechniker kennt noch das Problem, dass es bis vor relativ kurzer Zeit keine Feldmessgeräte gab, die wirklich 1000MHz messen konnten. In diesen technologischen Aufgabenbereich ist nun die Messtechnik-Firma PSIBER vorgestoßen. Gezeigt wurde nicht der Stand der Normierung, sondern der deutlich bessere Stand der Technik bzw. Entwicklung. Im Falle der PSIBER/NEXANS wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe ein NEXANS Verkabelungs-Link gezeigt, der bis sage und schreibe 2500MHz nach Cat 8 gemessen wurde. Wobei wiederum der „WireXpert“ von Psiber das derzeitig einzige Feldmessgerät ist, welches überhaupt in der Lage ist, eine derartige Messung durchzuführen.

Interessant wird auch noch, welche Steckverbinder für die Category 8 gewählt werden. In die engere Wahl kommen auf jeden Fall verbesserte GG45-Steckverbinder von Nexans, die bereits in der IEC 60603-7-82 genormt und zu hundert Prozent rückwärtskompatibel zum bekannten RJ45-System sind.

Derzeit gibt es jede Woche eine Telefonkonferenz in der amerikanischen IEEE, um die Sache voranzutreiben. PSIBER, NEXANS und KSI wollen auf jeden Fall am Ball bleiben und ihre Klientel weiter mit Information versorgen. Ähnliche Info-Veranstaltungen, mit Vorführung der neuen Messtechnik, sind für das nächste Frühjahr geplant.

* Gerd Kaufmann ist Geschäftsführer von Kontakt-Systeme Inter GmbH.


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