Editorial: Werdet Erwachsen!

Kreative Menschen mit innovativen Ideen gibt es in Österreich mit Sicherheit sehr viele. Viele davon bündeln ihr Wissen und ihre Ideen in einem Unternehmen, gründen also ein Startup, und legen los. [...]

Christof Baumgartner (c) CWÖ
Christof Baumgartner

Sehr bald wird dabei Geld benötigt, um die Ausgaben und auch das „normale“ Leben weiter am Laufen zu halten. In Österreich gibt es für diese Startups eine gut aufgestellte Förderlandschaft, die es den Unternehmern erlaubt das erste Jahr, und vielleicht auch das zweite, zu arbeiten und ihre Ideen weiterzuentwickeln. Aber was kommt danach? Das Fördergeld hört unweigerlich auf zu fließen. In den meisten Fällen reicht der Zeitraum der Unterstützung nicht aus, um sich auf die eigenen Beine zu stellen beziehungsweise ein Unternehmen wirtschaftlich überlebensfähig zu machen. Viele Startups verschwinden bald darauf wieder aus der Unternehmenslandschaft.

Was fehlt, ist die Unterstützung nach der Startphase. Professionelle Strukturen, die dabei helfen, weiteres Kapital zu finden, um den Unternehmen die Chance zu geben, ihre Ideen längerfristig zur Reife zu bringen. Auch die Unternehmen selbst lassen dabei bisweilen eine gewisse Naivität walten und hoffen zu oft darauf, „entdeckt“ zu werden wie ein Künstler. So ereilt leider viele der Jungunternehmer dasselbe Schicksal wie zahlreiche Künstler und sie verschwinden wieder in der Versenkung – ein kurzer Blitz am Unternehmenshorizont. Zum Glück gibt es mittlerweile einige Initiativen, um manchen Startups dieses Schicksal zu ersparen. Garantie gibt es keine, aber man muss den kreativen Köpfen ein Umfeld bieten, damit sie ihr Potenzial ausschöpfen können. (cb)


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