5 Dinge, die man über IoT-Analytics wissen sollte

Anhand eines aktuellen Themas - der Analyse von Feinstaubdaten - zeigt sich sehr gut, was bei IoT Analytics wichtig ist und worauf man achten sollte. [...]

Stuttgart gehört zu den am stärksten von der Feinstaubthematik betroffenen Kommunen Deutschlands. Die Stadt stellt Daten aus Geräten zur Messung der Luftverschmutzung frei zur Verfügung. Anhand ihrer Auswertung lassen sich fünf Erkenntnisse für IoT Analytics gewinnen.

Täuschende Schlichtheit
Schauen wir uns zunächst die Daten des Sensors an, der die Temperatur misst. Das Ganze sieht zunächst simpel aus: Pro Zeile gibt es einen Zeitstempel und den dazugehörigen Messwert (= die Temperatur). Um die Daten aber richtig interpretieren und mit anderen Sensoren aus dem Netzwerk vergleichen zu können, fehlen weitere Informationen, die nicht direkt von diesem Sensor stammen. Eine dieser fehlenden Informationen wäre zum Beispiel die Position des Sensors. Erst durch die Kombination von mehreren Datenquellen (Data Blending) entsteht ein Datensatz, der sich interpretieren und auswerten lässt.

Sinnvolle Frequenz bestimmen
Im Gegensatz zu klassischen OLTP-Systemen (Online Transaction Processing) ergibt sich bei Sensordaten die Möglichkeit, die zu speichernde Datenmenge ohne Informationsverlust zu komprimieren. Oftmals hat man als Data Engineer nicht die Möglichkeit, direkt Einfluss auf den Sensor und dessen Messintervalle zu nehmen. Man hat aber die Möglichkeit, die Verarbeitungszeit und die zu speichernde Datenmenge zu beeinflussen – ohne Informationsverlust!

3: Zuverlässigkeit
Ein Sensor ist meist nicht selbst in der Lage, fehlerhafte Messwerte zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das liegt u.a. an der (meist) geringen Rechenkapazität des Sensors. Diese Aufgabe muss der Data Engineer während des Analyseprozesses übernehmen. Auch kann man nicht immer davon ausgehen, dass die Sensoren oder der Empfänger, der die Daten entgegennimmt, zuverlässig funktionieren.

4: Nicht alle Daten sind gleich
Nicht alle Daten lassen sich gleich erheben und auswerten. Grob unterscheidet man zwischen Cross-Sectional und Time-Series Data.

5.Wenn Predictive Analytics, dann Vorarbeiten! (Zeitseriendaten)
Wer seine Daten auswertet, will meistens mehr als nur historische Daten analysieren. Predictive Analytics sind Verfahren, mit denen auf Grundlage von Daten aus der Vergangenheit Vorhersagen über deren zukünftige Entwicklung getroffen werden können. Sensordaten sind grundsätzlich gut geeignet, um Techniken aus dem Predictive Analytics-Umfeld anzuwenden, da sie zum einen Informationen über einen Prozess über einen längeren Zeitraum bereitstellen und zum anderen (je nach Messintervall) in großer Menge vorliegen.

Fazit:
IoT-Daten haben das Potential, unsere Lebensweise zu verändern. Wie dieser Artikel gezeigt hat, handelt es sich bei IoT Analytics aber keineswegs um eine Plug-and-Play-Technologie, sondern um ein komplexes Thema, bei dem eine Reihe von Besonderheiten beachtet werden muss. Die Implementierung einer IoT Analyseanwendung setzt deshalb ein fundiertes Konzept und einen detaillierten Umsetzungsplan voraus.

Johannes Michael Weiß ist neuer Country Manager (c) it-novum
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