65 Millionen Schadprogamme für Betriebssystem Windows!

In einer Woche endet der Extended Support für Office 2010 und weitere Microsoft-Produkte dieses Baujahrs. Zahlen zur Cyberkriminalität zeigen die Dringlichkeit, Sicherheitslücken im Firmennetzwerk zu schließen. [...]

Lukas Töpfer, Vendosoft

Wenn am 13. Oktober 2020 der Erweiterte Support für die 2010er-Lizenzen von Microsoft ausläuft, werden für Office, Project, Visio, Exchange und Skype for Business Server seitens des Herstellers keine Sicherheits-Updates mehr bereitgestellt. Der Microsoft Gold Partner VENDOSOFT hilft Unternehmen, günstig und herstellerkonform auf neuere Versionen umzustellen.

Viele IT-Chefs in Österreich haben längst die notwendigen Systemverbesserungen vornehmen lassen und auf aktuellere Software-Versionen upgegradet. Doch noch immer gibt es Firmen, die zögern, weiß Lukas Töpfer vom Software-Provider VENDOSOFT. „Wichtigstes Argument sind intern entwickelte AdOn-Programme, die mit neueren Versionen inkompatibel wären, die für den laufenden Betrieb jedoch unerlässlich sind.“ Dennoch drängt er, sich die Risiken bewusst zu machen. Denn Computerprogramme und Anwendungen zu nutzen, für die keine Sicherheits-Updates mehr existieren, öffnet Cyber-Kriminalität Tür und Tor.
„IT-Sicherheit muss höchste Priorität genießen”, sagtTöpfer und führt dazu einen Bericht des Deutschen Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an. <Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2019> macht deutlich, wie gefährdet Wirtschaftsorganisationen im Cyber-Raum tatsächlich sind. „Was dieser Bericht offenbart, gilt selbstredend über Grenzen hinweg und hat in Österreich dieselbe Bedeutung und Dringlichkeit“, mahnt Töpfer. Laut BSI gelten Emotet und ähnliche Ransomware derzeit als >gefährlichste Schadsoftware> und stellen die größte Bedrohung für Unternehmen, Behörden und Institutionen dar. In eindrücklichen Zahlen hat die Bundesbehörde dargelegt, wie es regelmäßig zu Komplettausfällen ganzer Netzwerke und Produktionsanlagen kommt: So wurden 2019 rund 114 Millionen neue Schadprogamm-Varianten erkannt – von denen ca. 65 Millionen auf das Betriebssystem Windows entfallen! DDoS-Angriffe mit bis zu 300 Gbit/s Angriffsbandbreite sowie mehr als 110.000 Bot-Infektionen wurden täglich registriert – meist auf mobilen Endgeräten oder Geräten des Internets der Dinge (IoT).

Cyber-Risiken vorbeugen
Im Vorwort des Berichtes heißt es: “Verschiedene Cyber-Vorfälle der vergangenen Monate und Jahre haben nochmals vor Augen geführt, dass Cyber-Sicherheit eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Digitalisierung ist. Wenn wir die Chancen der Digitalisierung voll ausschöpfen wollen, müssen wir die mit ihr verbundenen Risiken beherrschbar machen.”

Arne Schönbohm, Präsident des BSI, betont, dass den Herausforderungen der Cyber-Sicherheit nur von allen Akteuren gemeinsam begegnet werden könne und spricht dabei explizit auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) an. Praktisch gesprochen heißt dies, beim Lizenzmanagement ein besonderes Augenmerk auf die Aktualisierung der eingesetzten Softwarepakete zu legen. 

Als generelle Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit gegen Schadware wie Emotet empfiehlt der BSI:

  • zeitnah Sicherheits-Updates für Betriebssysteme und Anwendungen installieren
  • regelmäßig Offline-Backups ausführen
  • Monitoring von Logdaten implementieren
  • nachhaltige Sensibilisierung von Nutzern gegen Social-Engineering durchführen
  • eine Netzsegmentierung von Produktions- und Büronetzwerken realisieren

Es kann jedes Unternehmen treffen – ein Beispiel
Wie real die Bedrohung ist, zeigt das Beispiel eines norwegischen Aluminiumkonzerns, der im März 2019 Opfer eines Cyber-Angriffs durch die Ransomware LockerGoga wurde. Das Unternehmen mit weltweit 35.000 Mitarbeitern in 40 Ländern erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von ca. 11 Mrd. Euro. Kerngeschäft ist die Aluminiumproduktion, daneben gehört der Konzern zu den drei größten Stromerzeugern Norwegens. Von dem Cyber-Angriff waren die IT-Systeme fast aller Geschäftsfelder betroffen. Anlagen mussten vom Netz genommen und die Produktion weitestgehend auf manuellen Betrieb umgestellt werden. Eine Woche lang stand die Produktion nahezu still. Auch die Webseite war nicht mehr erreichbar. Ein gefordertes Lösegeld wurde von dem Unternehmen nicht gezahlt. Stattdessen konnte es den Betrieb durch vorhandene Backups eigenständig wiederherstellen. Dem Konzern entstand nach eigenen Angaben allein in der ersten Woche nach dem Angriff ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von ca. 35 bis 43 Millionen US-Dollar.

Vendosoft-Lösungen

„Keine Organisation sollte die Bedrohung durch Cyber-Kriminalität ignorieren – und Software einsetzen, deren Support-Ende erreicht ist!“, rät noch einmal Lukas Töpfer. Um Office, Project, Visio, Exchange Server und Skype for Business Server auf neuere, sichere Versionen zu bringen, bietet VENDOSOFT deshalb eine breite Palette günstiger Upgrades – von neuer und gebrauchter Software bis hin zu Cloud-basierten Lösungen.

Diese finden IT-Verantwortliche unter: https://www.vendosoft.at/news/supportende-office-2010/

VENDOSOFT GmbH
VENDOSOFT ist Lizenzexperte für gebrauchte Microsoft-Lizenzen, Cloud-Lösungen und hybride Infrastrukturen.

Durch seine rechts- und herstellerkonforme Beratung sorgt der Microsoft Gold Partner für die kostenoptimierte Lizenzierung von Unternehmen. Dabei agiert VENDOSOFT u.a. als Reseller für gebrauchte Lizenzen von Microsoft und Adobe. Zweitnutzern bereits gebrauchter Software steht der volle Leistungsumfang des Originalprodukts zur Verfügung, da Computerprogramme im Einsatz nicht altern oder abnutzen. Ihr preislicher Vorteil ist enorm: Unternehmen sparen mit Lizenzen aus zweiter Hand 40 bis 80 % gegenüber dem Neupreis.

Ebenso profitieren Firmen, die ihre nicht mehr verwendeten Computerprogramme an VENDOSOFT veräußern. Zum Beispiel im Zuge der Transformation in die Cloud. Ein Verkauf der alten Lizenzen refinanziert bis zu 40 % der initialen Cloud-Kosten.
Mit dem Gold-Partner-Status für Microsoft Cloud Productivity sowie Small and Midmarket Cloud Solutions manifestiert VENDOSOFT seine Cloud-Expertise und berät in allen Lizenzfragen umfassend: von günstiger Gebrauchtsoftware über hybride Lösungen bis hin zu reinen 365-er-Infrastrukturen und Exchange-Online-Plänen.
www.vendosoft.at


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