Employee Experience als Boost für die Produktivität

Wolfgang Mayer, Country Manager von Citrix Austria, erklärt, warum gerade jetzt das „Arbeitserlebnis“ bzw. die „Mitarbeitererfahrung“ den Unterschied für den Unternehmenserfolg ausmachen können. [...]

Wolfgang Mayer, Country Manager von Citrix Österreich. (c) Citrix

Herr Mayer, das Konzept der „Employee Experience“ erhält von Führungskräften und HR-Verantwortlichen immer mehr Aufmerksamkeit. Was wird darunter verstanden?
Unter Employee Experience (EX) wird die Summe zahlreicher Elemente verstanden, die einen Einfluss auf das Arbeitserlebnis von Mitarbeitern haben. Im Grunde fängt EX schon bei der Kontaktaufnahme zum Vorstellungsgespräch an und mündet im Arbeitsalltag, den Mitarbeiter täglich erleben. Unternehmen sollten gerade jetzt verstärkt die Interaktionen, Prozesse und Zyklen aus der Sicht von Mitarbeitern betrachten.

Warum? Welchen Vorteil bringt eine gute Employee Experience den Unternehmen?
Eine positive EX ist aktuell wohl der größte Wettbewerbsvorteil, wenn es um den Kampf um die besten Talente geht. Die Konkurrenz am Arbeitsmarkt nimmt laufend zu. Unternehmen müssen sich also etwas einfallen lassen, um die Belegschaft bei Laune zu halten und auf Mitarbeiter – auch langfristig – attraktiv zu wirken.

Ist hier nicht nach wie vor das Gehalt entscheidend?
Nein. Zunehmend werden „weiche“ Faktoren wichtiger. Dazu gehören Dinge, wie flexible Arbeitszeiten, Work-Life-Balance, Unternehmenskultur und nicht zuletzt die technologische Ausstattung. Diesen Trend belegt auch eine Studie der Leitbetriebe Austria, die zum Ergebnis kommt, dass „[…] das Motiv „Karriere/Erfolg“ nicht einmal halb so wichtig ist wie Freude an der Arbeit. Die Aussicht auf Beförderung und einen höheren Platz in der Hierarchie motiviere kaum noch […]. Wichtig sind der Arbeitsinhalt und ein positives Arbeitsumfeld.“ Gerade jungen Leuten ist es heute schwer zu vermitteln, warum sie bei der Arbeit vor einem grauen PC sitzen müssen, während sie zum Beispiel im privaten Umfeld eine ganze Reihe von Smart Devices nutzen können. Hier sind Unternehmen, im Speziellen auch IT-Verantwortliche, gefordert. Es gibt heute schon genug Möglichkeiten und passende Software, um diese Bedürfnisse der Mitarbeiter zu erfüllen.

Erfüllte Mitarbeiter sind dann auch motivierter.
Nicht nur das. Sie sind auch produktiver. Und das wiederum ist ausschlaggebend für den Geschäftserfolg. Laut einer Umfrage von Citrix gibt es im Übrigen einen starken Konnex zwischen der technologischen Ausstattung von Arbeitsplätzen und der Produktivität von Mitarbeitern. So sagen 90 Prozent der Teilnehmer, die Zugang zu guter Technologie haben, sie seien produktiv. Von den Arbeitnehmern, die mit schlechten Technologien arbeiten müssen, behaupten dies hingegen nur 12 Prozent.

Was macht eine gute Technologie aus?
Darauf antworten die befragten Personen mit den Attributen „Schnelligkeit“, „Verlässlichkeit“ und „einfache Bedienbarkeit“. Gute Applikationen unterstützen die Mitarbeiter bei deren Tätigkeiten, sie nehmen ihnen Arbeit ab oder erleichtern die Erledigung von Aufgaben. Hier sind zum Beispiel einfache und sichere Single-On-Lösungen anstatt vieler verschiedener Logins zu nennen. Oder intelligente Newsfeeds, die den effizienten Workflow der Belegschaft nicht bei jeder Mail, bei jedem Update etc.pp. unterbrechen. Hier kann an vielen Schrauben gedreht werden.

Haben Sie einen abschließenden Tipp zur Verbesserung der EX?
Die angesprochenen einzelnen Faktoren der EX benötigen in Ihrer Gesamtheit laufend Aufmerksamkeit. Nachjustierungen und stetige Prozessoptimierung sind für Arbeitgeber ständige Begleiter. Hat man hier aber eine klare Strategie, dann werden die gesetzten Maßnahmen sich langfristig positiv auf die Unternehmenskultur sowie den Unternehmenserfolg gleichermaßen auswirken. Dann fördert das Konzept der Employee Experience das Engagement von Mitarbeitern und wirkt als Boost für die Produktivität.


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