Wichtige Faktoren bei der Wahl von Cloud-Providern

Die Cloud gewinnt zunehmend an Bedeutung. Unternehmen sollten die verfügbaren Cloud-Angebote allerdings sorgfältig prüfen. Worauf müssen Entscheider im Sinne einer gesunden IT-Infrastruktur achten? [...]

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Laut Eurostat nutzten 2020 bereits 38 Prozent der österreichischen Unternehmen Cloud Computing Services. Im Vergleich zu 2018 ist das ein Anstieg von rund 15 Prozent. Dass der Einsatz von Cloud-Lösungen in Österreich weiter zugenommen hat, bestätigen auch die Ergebnisse der Cloud Monitor Studie 2021 der KPMG. Doch bei der Wahl des richtigen Partners gilt es, einige Faktoren im Vorfeld zu berücksichtigen.

Unterstützung wichtiger Workloads
Zunächst müssen Unternehmen prüfen, welche Workloads vom Cloud-Provider unterstützt werden. Denn gerade Digitalisierungsprozesse erfordern ein hohes Maß an Serviceleistung und Innovationskraft. Dementsprechend ist es wichtig, dass alle wichtigen Workloads in der Roadmap berücksichtigt werden – beispielsweise die schnelle Auswertung von großen Datenmengen (Big Data). Ein weiterer wichtiger Punkt ist die freie Auswahl von Open-Source-Plattformen.

Granulare Recovery-Prozesse
Essenziell für Unternehmen ist auch das Prinzip der „Shared Responsibility“. Dies bezeichnet die eigenverantwortliche Datensicherung im Unternehmen über ein Backup in der Cloud. Wichtig ist dabei, dass der Cloud-Anbieter granulare Recovery-Prozesse zur Verfügung stellt. Damit lassen sich im Notfall virtuelle Maschinen oder einzelne Dateien einer Anwendung rekonstruieren, ohne dass der komplette Datenbestand heruntergeladen und neu aufgebaut werden muss. Von zentraler Bedeutung ist außerdem die Prüfung der Migrationsszenarien und der Disaster-Recovery-Prozesse.

Sinnvoll genutzter Speicherplatz
Eine Deduplizierung in der Backup-Umgebung kann dabei helfen, den verwendeten Speicherplatz so klein wie möglich zu halten. Alternativ kann diese Funktion auch von einer Backup- und Recovery-Lösung übernommen werden, die unabhängig vom Cloud-Anbieter ist. Das bietet sich an, wenn das Unternehmen eine Multi-Cloud-Strategie verfolgt. Der Cloud-Provider sollte Speicher in mehreren Leistungsstufen anbieten: Für hochperformante und kritische Anwendungen empfehlen sich etwa Hochleistungsspeicher, für weniger wichtige Daten reichen hingegen günstigere und langsamere Storage-Dienste aus.

Kontinuierliches Monitoring der Infrastruktur
Bei der Verlagerung in die Cloud ist es für Firmen zudem wichtig, den Überblick über die Architektur zu behalten. Oftmals handelt es sich noch um hybride Infrastrukturen mit Abhängigkeiten zwischen den Plattformen. Daher ist eine kontinuierliche Überwachung des Datenbestands wichtig, um bei Anomalien rechtzeitig reagieren zu können. Im Falle eines Totalausfalls des Cloud-Providers lässt sich die Cloud über einen automatisierten Disaster-Recovery-Prozess auf einen anderen Anbieter verlagern.

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